Mit der Bewilligung des Forschungsantrags im Dezember durch die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ist der offizielle Startschuss für das Forschungsprojekt zur datenbasierten Insolvenzprognose von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich gefallen.
Der eingereichte Antrag adressiert eine zentrale Forschungslücke in der österreichischen Insolvenzforschung. Während bestehende Studien überwiegend börsennotierte Unternehmen und klassische statistische Verfahren betrachten, fokussiert das Projekt auf nicht-börsennotierte KMU und kombiniert finanzwirtschaftliche Modelle mit modernen Methoden des maschinellen Lernens. Ergänzend werden neben finanziellen Kennzahlen auch nicht-finanzielle sowie makroökonomische Einflussfaktoren systematisch berücksichtigt.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines robusten, praxistauglichen Modells zur Insolvenzvorhersage, das sowohl für Kreditinstitute als auch für wirtschaftspolitische Entscheidungsträger von Relevanz ist. Das Projekt wird an der FH Oberösterreich, Campus Steyr, durchgeführt und läuft über drei Jahre. Als Praxispartner steht der KSV1870 zur Seite, der den Zugang zu einem einzigartigen Datensatz von über 1,7 Millionen österreichischen Unternehmensbilanzen ermöglicht.
Das Forschungsteam freut sich auf eine erkenntnisreiche Projektlaufzeit und bedankt sich herzlich bei der OeNB für die Förderung sowie beim KSV1870 für die hervorragende Zusammenarbeit.